Leistungsanpassungen

(Gilt für alle Versicherten, welche der Pensionskasse vor dem 30. Juni 2017 beigetreten sind.)

Der Stiftungrat der PK SGS hat nach umfassenden Analysen beschlossen, zur langfristigen finanziellen Sicherung der Renten die versicherungstechnischen Grundlagen auf den 1. Juli 2017 anzupassen. Die Anpassungen führen zu einer Senkung der Renten-Umwandlungssätze und des technischen Zinses sowie zu höheren Sparbeiträgen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die laufenden Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenrenten sind gesichert und bleiben unverändert.

Durch diese Schritte wird das Fundament der PK SGS für die Zukunft nachhaltig gestärkt und die Umverteilungen von den aktiven Versicherten zu den Rentnern werden weitgehend eliminiert. Die Arbeitgeber beteiligen sich mit rund CHF 84 Mio. an nach Alter abgestuften Abfederungsmassnahmen.

Neue Umwandlungssätze

Der Umwandlungssatz dient als Basis zur Berechnung der jährlichen Rente aus dem zum Zeitpunkt der Pensionierung vorhandenen Sparguthaben. Beispielsweise führt ein Sparkapital von CHF 100‘000 bei einem Umwandlungssatz von 6.4% zu einer Altersrente von CHF 6‘400 pro Jahr. Gemäss dem ab 1. Juli 2017 geltenden Vorsorgeplan 2017 sinkt der Umwandlungssatz bei Pensionierungsalter 65 von bisher 6.4% auf neu 5.0%. Dadurch reduziert sich im obigen Beispiel die Altersrente auf CHF 5‘000 pro Jahr.

Die effektive Höhe des Umwandlungssatzes ist immer abhängig vom Alter des Versicherten bei der Pensionierung. Grundsätzlich gilt: Je älter ein Versicherter bei der Pensionierung ist, desto höher ist der Umwandlungssatz.

Das bisher angesparte Sparguthaben, welches für die Berechnung der Altersrente relevant ist, bleibt unangetastet.

Die tieferen Umwandlungssätze kommen zum Tragen, wenn die versicherte Person einen Rentenbezug wählt. Alternativ haben alle Versicherten weiterhin die Möglichkeit, das angesparte Sparguthaben ganz oder teilweise in Kapitalform zu beziehen.

Abfederungsmassnahmen

Je älter ein Versicherter heute ist, desto weniger Zeit bleibt ihm, die durch die Senkung des Umwandlungssatzes entstehende Deckungslücke bis zur Pensionierung zu schliessen. Mit einer durch die Arbeitgeber und die PK SGS finanzierten Überbrückungslösung werden deshalb bei einer Pensionierung mit Rentenbezug die Jahrgänge 1956 und älter durch eine Einlage unterstützt; die Jahrgänge 1957 bis 1965 erhalten eine abgestufte Gutschrift. Zudem profitieren Personen mit Jahrgang 1960 und älter bei ihrer Pensionierung von einem höheren Umwandlungssatz.

Diese Abfederungsmassnahmen sind auch im Quervergleich mit anderen Schweizer Pensionskassen angemessen. Die Arbeitgeber beteiligen sich daran mit einem substanziellen Betrag von rund CHF 84 Mio.

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die Abfederungsmassnahmen nach Geburtsjahr.

Entwicklung des Umwandlungssatzes

Neue Sparbeiträge für alle Alterskategorien

Der Stiftungsrat will das Leistungsziel der PK SGS trotz Senkung des Umwandlungssatzes beibehalten. Damit strebt er an, dass nach der Pensionierung ähnlich hohe Renten wie bisher ausbezahlt werden können. Dieses Ziel lässt sich aber nur durch höhere monatliche Sparbeiträge erreichen. Dabei gilt: Jeder zusätzlich einbezahlte Sparfranken kommt dem Versicherten bei der Pensionierung oder einem allfälligen früheren Austritt wieder zugute.

Die Sparbeiträge steigen für die Arbeitnehmer je nach Alter und gewählter Sparplanvariante bis zu 2.7%. Damit ältere Arbeitnehmende bis zur Pensionierung das bisher geplante Alterskapital anhäufen und die fehlenden Beitragsjahre bis zur Pensionierung teilweise kompensieren können, steigen ihre Sparbeiträge stärker an als bei jüngeren Versicherten.

Die Arbeitgeber werden die höheren Sparbeiträge wie die aktiven Versicherten mittragen. Davon profitieren alle aktiv Versicherten. Zudem sinken die Risikobeiträge für Arbeitnehmer um 0.3%, diejenigen für die Arbeitgeber um 0.2%.

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die spezifischen Anpassungen nach BVG-Alter und stellt die neuen Sparbeiträge den bisherigen gegenüber.

Sparbeiträge ab 1. Juli 2017 nach BVG-Alter

Plan Standard

Plan Plus

Plan Surplus

Senkung technischer Zinssatz

Autonome Pensionskassen wie die PK SGS sind gesetzlich verpflichtet, die finanzielle Sicherheit der Vorsorgeeinrichtung zu gewährleisten. Dabei sind Umverteilungen von Jung zu Alt nicht vorgesehen. Mit einem zu hohen Bewertungszinssatz für die Rentenverpflichtungen (= sog. technischer Zinssatz) werden heute jedoch die laufenden Renten quersubventioniert.

Mit einer Senkung des technischen Zinssatzes von 3.0% auf 2.0% werden die Rentenverpflichtungen in der PK SGS inskünftig realitätsnaher abgebildet. Diese Reduktion hat keinen Einfluss auf die laufenden Renten.

Die laufenden Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenrenten bleiben unverändert

Gemäss den gesetzlichen Grundlagen dürfen die laufenden Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenrenten nicht gesenkt werden. Sie bleiben deshalb unverändert.